"Windkind" by brigeart

 

🌿 Windkind

 

Bloggeschichte – entstanden am 16. Juni 2026

Erscheint am 18. Juli 2026

 

Ihr Lieben,

 

heute laufe ich wieder auf meinem Höhenweg.

Vorbei an den Windrädern.

Der Blick geht weit.

Sehr weit.

Und obwohl ich hier inzwischen oft unterwegs bin, bleibt dieses Gefühl jedes Mal dasselbe.

Ich atme auf.

 

Vielleicht kennt ihr das auch.

Es gibt Orte, die etwas mit uns machen.

Orte, an denen wir freier atmen.

Orte, an denen wir weiter sehen.

Orte, an denen unsere Gedanken ruhig werden.

 

Für mich ist das die Weite.

Vielleicht, weil ich ein Kind der Nordseeküste bin.

Ich liebe den Blick bis zum Horizont.

Ich liebe die Luft.

Den Wind.

Das Gefühl von Freiheit.

 

Und während ich hier gehe, erinnere ich mich an ein kleines Mädchen.

An mich.

Damals in einem unserer seltenen Urlaube auf einer ostfriesischen Insel.

Wenn wir als Familie überhaupt Urlaub machen konnten.

Ich sehe dieses kleine Mädchen noch vor mir.

Die Arme ausgebreitet.

Das Gesicht in den Wind gehalten.

Fast so, als würde es sich vom Wind tragen lassen.

 

Und plötzlich muss ich lächeln.

Denn eigentlich hat sich daran bis heute nicht viel geändert.

Ich liebe den Wind.

Ich liebe die Weite.

Und ich habe mich selbst schon oft ein Windkind genannt.

 

Nicht, weil daran irgendetwas Geheimnisvolles wäre.

Sondern weil Wind und Weite für mich Freiheit bedeuten.

Hier oben kann ich atmen.

Hier oben werde ich ruhig.

Hier oben spüre ich Gott oft besonders nah.

Nicht, weil er hier näher wäre als anderswo.

Sondern weil ich hier besser hören kann.

Besser wahrnehmen kann.

Besser staunen kann.

 

Und vielleicht ist es genau das.

Manchmal brauchen wir Orte, die uns erinnern.

Daran, dass unser Leben größer ist als unsere Sorgen.

Daran, dass unser Blick weiter werden darf.

Daran, dass Gott immer noch derselbe ist.

Gestern.

Heute.

Und morgen.

 

Und so stehe ich hier.

Mit dem Wind im Gesicht.

Mit weitem Blick.

 

Und einem dankbaren Herzen.

 

✨ Geistlicher Impuls

 

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum." 

Psalm 31,9

 

Vielleicht schenkt Gott uns manchmal die Weite,

damit unsere Seele wieder frei atmen kann.

 

Eure Greta 🌿

 

(c) brigeart 2026

 

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