🌿 Was ich meinem jüngeren Ich sagen würde
Bloggeschichte zum 6. Juni 2026
Entstanden im Café am 16. Februar 2026
Ihr Lieben,
heute Morgen hat mich etwas erreicht.
Ganz unvermittelt.
Auf YouTube spricht eine 92-jährige Amerikanerin.
Sie sitzt im Wohnzimmer ihrer Tochter.
Ganz ruhig.
Ganz klar.
Und sie sagt,
sie wolle eigentlich ihrem 60-jährigen Ich etwas mitgeben.
Das, was sie heute weiß,
hätte sie damals gern gewusst.
Ich kann kaum weiterklicken.
Ich bin wie festgehalten.
Viele ihrer Gedanken kenne ich.
Vieles habe ich selbst schon verinnerlicht.
Und doch ist da diese Klarheit.
Diese Nüchternheit.
Diese Lebensweisheit,
die nur Jahre schenken.
Sie sagt sinngemäß:
Mit 60 glaubt man noch,
man könne die Welt neu ordnen.
Und vielleicht kann man das auch –
auf seine Weise.
Aber man müsse beginnen,
realistisch zu denken.
Sich um Freundschaften kümmern.
Um den eigenen Körper.
Um das, was bleibt.
Und ja –
auch um das Sterben.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Bewusstsein.
Das rüttelt mich wach.
Nicht, weil ich Angst hätte.
Die habe ich nicht.
Aber weil ich spüre,
wie wichtig es ist,
klar hinzusehen.
Wir bleiben nicht immer so.
Das ist der natürliche Lauf des Lebens.
Und vielleicht liegt genau darin Würde:
nicht zu verdrängen,
sondern anzunehmen.
Nicht hektisch zu werden,
sondern bewusst.
Ich sitze hier im Café
und merke,
wie dankbar ich bin
für diese ehrliche Stimme einer alten Frau.
Vielleicht ist das auch ein kleiner Impuls für euch.
Nicht nur für die,
die sechzig sind.
Sondern für jeden von uns.
Zeit ist ein Geschenk.
Und sie will gestaltet werden.
Mit offenen Augen.
Mit offenen Händen.
Mit offenem Herzen.
✨ Geistlicher Impuls
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden.“
— Psalm 90,12
Und vielleicht bedeutet klug werden nichts anderes,
als das Leben zu lieben –
mit all seinen Jahreszeiten.
Eure Greta 🌿
(c) brigeart 2026
P.S. Freue mich über persönliche Kommentare! Die Kommentarfunktion hier im Blog ist inaktiv.

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