Im Sportstudio... by Greta

Elsa liebt die Atmosphäre im Studio.

Ganz unterschiedliche Menschen sind hier anzutreffen.

Sie lässt den Blick schweifen.

Dort ist wieder der selbstverliebte junge Mann, der seine hartantrainierten Muskeln spielen lässt. Er blickt immer wieder verstohlen in den Spiegel wie rein zufällig, ob wohl der Bizeps gewachsen ist. Es folgt ein zufriedenes Lächeln.

Auf dem Laufband schwitzt die intellektuelle Dame, die heute einen "Hemingway" mit sich führt. Elsa hat auch schon den neuen "Dan Brown" bei ihr gesehen.

Ein älterer Herr betritt den Raum und grüßt freundlich. Ein richtiger Gentleman. Er hat Fragen zu seinem neuen Trainingsplan.

Eine junge Frau keucht an der Bauchmaschine.

Ein buntes Gewusel an Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. 

Aber es verbindet sie eine Leidenschaft, vielleicht manchmal mehr Leiden als Spaß (nur ab und zu natürlich ;-)); sie kommen hier her, um ihren Körper in Form zu bringen.

Elsa ergreift ihre Hantel. Sie lächelt.

Sie alle sind sympathisch und machen die Atmosphäre aus, die sie seit 30 Jahren antreibt.

(G. Brinkmann 11/17)

Einen wunderschönen Tag. Eure Greta

(c) GB


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Raue Wege... by Greta

Silke ist so stolz darauf, dass sie ihren Weg gefunden hat. Sie hat ihn im dichten Wald gefunden, es ist kein eingetragener Weg und wird ab und zu von den Forstarbeitern benutzt. Heute ist der Tag, an dem sie zum ersten Mal ihrer Freundin Mara ihren heiligen Weg zeigt. Mara ist von Anfang an nur am Meckern, weil es ja so "über Stock und Stein" geht. "Das soll nun dein schöner Weg sein?", schimpft sie. "Wo ist der denn schön? Ich stolpere hier herum und breche mir fast ein Bein!" Mara schnauft und ist total rot im Gesicht. Silke ist enttäuscht. Warum in aller Welt hat sie ihre Freundin nur mitgeschleppt, die "jault nur die ganze Zeit rum". Da hat sie heute aber Lehrgeld bezahlt!

Am Abend, als sie nach einem heißen Bad mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitzt, denkt sie darüber nach, warum sie diesen angeblich so unschönen Weg für sich auserkoren hat und warum er zu "IHREM Weg" geworden ist. Er beschreibt eigentlich genau das Leben. Ein Leben läuft nicht immer gerade aus und ist eben; nein, es ist verschlungen, sperrig und knorrig, es gibt Steine auf dem Weg und Verästelungen. Es läuft sich manchmal nicht so einfach, manchmal geht es bergauf und dann wieder runter. Ja, ihr Weg ist anstrengend wie das richtige Leben auch. Aber auf der anderen Seite lernt sie gerade auf diesem Weg ihren Körper und Geist besser kennen, sie geht achtsam und passt besser auf. Und interessanter ist er auch! Sie muss lächeln. Ihr Weg ist halt nichts für Mara und eben auch nicht für jedermann! Aber für sie ist er GENAU DER RICHTIGE!

(G. Brinkmann 11/17)

Einen wunderschönen Tag. Eure Greta

(c) GB


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Friedenstauben... by Greta

Helene sitzt auf der Dachterrasse. Ihre Beine hat sie umwickelt mit einer flauschigen Decke. Sie hört Radio. Eine Schreckensmeldung folgt der anderen. Sie krampft ihre Finger zusammen. "Den zweiten Weltkrieg habe ich überstanden, den kalten Krieg und jetzt passieren auch bei uns so schreckliche Dinge!", denkt sie. Ihre Enkeltochter Pauline bringt den Ingwertee. Der wärmt so schön von innen. Sie nimmt die Hand ihrer Großmutter. "Ich hatte ein schönes Leben. Wenn ich an die schlimmen Dinge denke, die im Moment auf der Welt passieren, dann bin ich froh, dass ich schon so alt bin! Ich hatte mein Leben!" "Oma, weißt du was," sagt Pauline nachdenklich, "genau das möchte ich in 50 Jahren auch sagen können, wenn ich so alt bin wie du! Es ist nicht alles schlecht und ich möchte einfach an das Gute glauben!" In diesem Moment fliegt ein ganzer Taubenschwarm über die Terrasse. Der Nachbar lässt wieder mal seine Tauben fliegen. Pauline sieht sie zuerst: "Oma, sieh, da sind die Friedenstauben!" "Wie schön", sagt Helene und sieht ihre Enkeltochter liebevoll an... es gibt so viel Hoffnung! Ja und es gibt Pauline!

(G. Brinkmann 10/17)

Einen wunderschönen Tag! Eure Greta

Bild von pixabay


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Der Wohlfühlordner... by Greta

Silvia muss eine Pause machen. Sie merkt, dass die Müdigkeit kommt. Wann kommt endlich der nächste Rastplatz? Es wird Zeit. Noch 10 km, ah... endlich!

Als sie die Raststätte erreicht, bestellt sie sich einen doppelten Espresso und setzt sich in eine gemütliche Ecke. Sie beobachtet einen Mann, der lächelnd auf das Display seines Handys schaut. Er bemerkt, dass sie ihn beobachtet und fühlt sich ertappt! Auf einmal sagt er laut zu sich: "Das hat jetzt gutgetan!" Silvia muss jetzt endgültig lachen! Er lacht zurück! "Ich glaube, ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig!" "Sie müssen mir gar nichts erklären", sagt Silvia amüsiert. "Ich war jetzt heute schon insgesamt 2 Stunden im Stau gestanden, habe einen wichtigen Termin verpasst und hatte einen höchst unangenehmen Anruf meines Chefs! Ich hatte echt schlechte Laune bis gerade jetzt! Dann fiel mir mein "Wohlfühlordner" ein." "Was ist das?", fragt Silvia interessiert. "In meinem Wohlfühlordner habe ich auf meinem Smartphone all die Fotos gespeichert, die mich an total schöne Dinge erinnern oder auch an sehr lustige!" "Aha", Silvia ist beeindruckt. "Und das funktioniert wirklich. Ich schaue mir diesen Ordner an und erschaffe mir so einen Gegenpol zu meinen negativen Gedanken!", erklärt er weiter. "Kann ich Ihnen auch nur empfehlen", zwinkert er ihr zu und steht auf. "Das mache ich! Gute Weiterfahrt!", sagt Silvia zum Abschied. Was für eine wertvolle Begegnung! "Ich fange gleich damit an!", und sie erstellt einen neuen Ordner in ihrer Fotosammlung. "Feeling good" nennt sie ihn! Und als erstes kommt ein Foto von Ihrer Lieblingsblume rein, dem Klatschmohn...

(G. Brinkmann 10/2017)

Einen wunderschönen Tag. Eure Greta

 


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Die rote Hose... by Greta

Sie ist noch nicht ganz fit.

Wow, die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Der Kreislauf ist noch nicht ganz angekurbelt.

Aber sie hat heute für sich einen wichtigen Termin wahrgenommen und hat ihn nicht absagen müssen, so wie so oft die letzten 3 Wochen.

Da kann sie auch mal stolz auf sich sein.

Im Laufe ihres Lebens ist ihr so oft aufgefallen, dass sie mit sich selbst sehr streng ist, dass sie sich nicht eher Ruhe gönnt, bis alles fertig ist.

UND ist alles fertig, dann hat sie schon das nächste Projekt in Angriff genommen. Na, toll!

Sie bemerkt, dass es Programmierungen von klein auf sind, die in einem stecken.

Okay, heute hat sie also ihr "neues" Leben begonnen.

Ach, wie ist es doch schön, wenn es einem bessergeht.

Irgendwie hat sie Lust, etwas "Verrücktes" zu machen!

Verstehe mich nicht falsch, so verrückt wird es nicht sein, sie wird sich nur eine rote Hose kaufen...

Aber unterschätze nicht die kleinen Dinge und Fortschritte, die in Richtung "verrückt", ausgelassen, losgelassen, kindlich - freudig gehen... ;-);-) ;-)

Es ist die erste rote Hose in ihrem Leben, die sie sich selbst kauft...

Als Kind hat sie rote Röcke und Jacken getragen. Sie erinnert sich, ach ja, eine rote Hose war auch dabei. Da war sie zehn Jahre alt! Haha...

Es ist so weit. Sie trägt ihre Hose zum ersten Mal.

Ungewohnt, aber sie muss lächeln...

Dieses Stück erinnert sie daran, dass es sich lohnt, einfach mal gewohnte Lebensstile zu durchbrechen, neue Sichtweisen zu erobern oder einfach mal neue Farben zu entdecken... für sich!

c) G. Brinkmann 10/17

Euch einen fantastischen Tag!

Auf zu neuen Ufern!

Eure Greta

 

 

 


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Wann? by Greta

Es ist so wichtig, dass man ab und zu innehält und sich bewusst wird, ich meine wirklich bewusst wird, dass es doch so viel Schönes um einen herum gibt...

Mach die Augen auf!

Hier meine Gedanken dazu:

Wann?

Wann war es das letzte Mal, dass sie so in den Himmel gesehen hat?

Wann war es das letzte Mal, dass sie so den Boden gespürt hat?

Wann war es das letzte Mal, dass sie so einen Duft in der Nase hatte?

Wann war es das letzte Mal, dass sie so gefühlt hat?

Sie überlegt.

Es ist schon lange her.

Sie erinnert sich kaum.

Alles ist grau, laut und undurchsichtig!

Aber jetzt passiert etwas.

Als wenn eine Tür geöffnet wird,

als wenn ein Spalt geöffnet wird,

durch die ein warmer Strom fließt, durch die das helle Licht kommt,

durch die das Leben zurückkommt!

Wann hat sie das letzte Mal so in den Himmel gesehen?

Das Sonnenlicht erreicht die Augen,

wärmt das Gesicht, Tränen der Freude laufen darüber!

Wann?

Es soll nicht aufhören.

(c) G. Brinkmann 10/17

Euch einen fantastischen Tag!

Eure Greta

 

 

 


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Frieden

Ein Satz lässt mich schon seit Tagen nicht mehr los.

"Ein Mensch mit Frieden in der Seele ist wie eine Sonne im Haus, die Nebel und Wolken aufzehrt."

Oh, gerade in diesen Tagen, an denen es mir nicht gutgeht und der grippale Infekt seine Spuren hinterlässt, da ist die Sehnsucht so groß, so ein Mensch zu sein.

Ein Mensch, der einfach zufrieden ist und Frieden verspürt.

Und dazu braucht es gar nicht viel.

Man möchte gesund sein, keine Schmerzen, keine Sorgen, keine Trauer haben...

Ja, so einfach ist das aber nicht.

Der Dalai Lama sagt: "Der Frieden beginnt in uns!"

Okay. Was heißt das?

Ich lasse den Frieden in mir zu und lasse all die "blöden" Gedanken weg! Mensch, Greta, du hast so oft darüber geschrieben, das dürfte dir doch wohl gelingen!

Hm, nicht immer, aber immer mal wieder!

Diesen Frieden in uns zulassen, das können nur wir selbst. Den Frieden in unserer Seele wiedererlangen, dann hat man wirklich die Sonne im Haus.

Wir müssen uns immer wieder erinnern.

Wir sind selbst dafür verantwortlich.

Nicht die anderen...

Auch wenn es doch manchmal so leicht wäre, allen möglichen Personen die Schuld für meinen "Nichtfrieden" zu geben!

Ich muss es machen...

Ich allein!

Der Frieden beginnt in mir.

Herzlichst,

Eure Greta

 

( [c] G. Brinkmann 10/17)

 

 


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Magische Momente... by Greta

Ich habe heute eine Karte von einer Bekannten aus dem Briefkasten geholt. Sie macht Urlaub in Kärnten. Ich weiß, dass sie sich mit diesem Urlaub einen Herzenswunsch erfüllt.

Ich habe mich mit ihrer Karte in der Hand derart für sie gefreut, dass der Augenblick für mich zu einem magischen Moment wurde.

Später in der Stadt hat mir ein kleines Mädchen, dem ich geholfen habe, ihren Ball wiederzubekommen, solch ein strahlendes Lächeln geschenkt, dass er wieder da war: Der magische Moment.

Bei meinem darauffolgenden Spaziergang war ich wieder mal mit der Kamera auf der Suche nach einem Motiv. Im gepflügten Feld sah ich einen hellen Punkt und habe mich schon gewundert, ob es eine Blüte wäre. Dann flog dieser Punkt weg -ein Schmetterling- und wieder "a magic moment".

Zu guter Letzt rief eine Freundin an, die sich für einen Rat, den ich ihr gegeben hatte, herzlich bedankte.  

Er war ihr wohl sehr wichtig gewesen.                                                 

Für mich ein magischer Moment.  

Sie sind da.

Sie sind um uns herum.

Kleine Freuden.

Kleine Eindrücke.

Kleine "Glücke".

Man sollte sie konservieren.

"Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muss zum Danke stimmen."

(Theodor Fontane)

Ich sage "Danke" für die magischen Momente, die ich immer wieder erleben darf.

Herzlichst,

Eure Greta

 

( [c] G. Brinkmann 9/17)

 

 


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Kopf leer...

Sie hat gedacht, dass das nicht möglich ist.

 

Dieses ständige Kreisen der Gedanken...

 

Dieses ständige Wälzen von Problemen...

 

Dieses ständige Surren im Kopf...

 

Sie hatte nicht gedacht, dass dies jemals aufhören könnte...

Jetzt läuft sie am Meer entlang. Es ist sehr windig heute. Es braust in ihren Ohren.

 

Der Wind ist so laut, dass er die Gedanken übertönt...

 

Er ist so stark, dass sich die Gedanken nicht halten können...

 

Der Wind ist so mächtig, dass die Gedanken fort geblasen werden..

Der Wind ist so mächtig, dass der Kopf leer wird!

 

Wow! Was für eine Gnade! Diese Stille und Leere im Kopf!

 

Einen schönen Tag Euch allen!

Eure Greta

( [c] Gerda Brinkmann 8/17)

 

 

 


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Zuhören

Sie hat gar nicht gemerkt, dass die Zeit wie im Flug verging.

Sie hat geredet, einfach nur geredet.

Und dann hat sie sich alles von der Seele geredet. Zwei Stunden lang.

War es so lange?

Es war wichtig!

Wichtig für ihren Fortschritt.

Wie schön, dass jemand zugehört hat!

Erst jetzt merkt sie, dass ihre beiden Zuhörer geschwiegen haben.

Sie sieht ihren liebevollen Blick.

Sie sieht ihr Verständnis.

Sie sieht ihre Liebe.

Sie ist dankbar, dass diese beiden Menschen zu ihrem Leben gehören. Sie nimmt es in Dankbarkeit an.

Denn diese Menschen nehmen sie so an, wie sie ist!

 

Danke an die Menschen, die ZUHÖREN!

 

Einen schönen Tag Euch allen!

Eure Gerda

(Gerda Brinkmann 8/17)

 

 

 


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Der alte Mann auf der Bank

Ich hatte gestern das große Glück auf einer Parkbank einen älteren Herrn kennenlernen zu dürfen! Er genoss mit mir die warmen Sonnenstrahlen mit Blick auf den Brunnen unserer Stadt. Er fing an zu erzählen, von seiner Familie, von seiner Pension, von dem Hobby und ich hörte zu. Er schaute mich an. "Junge Frau, genießen Sie ihr Leben!" "Das mache ich! Das mache ich auch gerade!", lachte ich und freute mich innerlich über die "junge Frau". Wir schwiegen beide. Plötzlich sagte er: "Ich bin so am Leben, mir macht selbst das Sterben keine Angst!" Ich schaute auf, ihm in die Augen und ich war überwältigt von dieser Lebensfreude, von diesem Lebenswillen und dieser Stärke!
Danke für diesen Satz.
Danke für diese Begegnung.
Danke für diesen Tag.

(c) Gerda Brinkmann

Einen wunderschönen Tag. Eure Gerda

 

Bild von pixabay


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Die nachdenkliche Frau

Die Frau sitzt in der Ecke im Café. Sie ist alt und ihre Augen blicken nachdenklich ins Leere. Die immer noch schönen Hände umfassen die Tasse leicht verkrampft und die Mundwinkel hängen nach unten. Sie wirkt so traurig.

Ein kleines Kind am Nachbartisch hat einen kleinen bunten Ball dabei. Sie rollt ihn sehr vorsichtig hin und her. Aber dann ist sie unaufmerksam und der kleine Ball rollt zur traurigen Frau rüber, direkt vor ihre Füße. Das kleine Mädchen schaut ängstlich in die Richtung des Balles. Die Frau hat nichts bemerkt. Die Kleine überlegt und man sieht, wie sie sich ein Herz fasst und zur Frau rübergeht und einfach losplappert: "Mein Ball liegt bei deinen Füßen, darf ich ihn wiederhaben?" Die Frau sieht sie ungläubig an und erblickt den Ball. Was nun geschieht, ist fantastisch. Ihre Augen fangen an zu strahlen, die Mundwinkel erheben sich und sie schenkt dem Mädchen ein Lächeln. Sie erfasst den Ball und legt ihn der Kleinen in die Hand. Sie bewegt den Mund und räuspert sich: "Weißt du was, das ist ein ganz bezaubernder Ball und ich hatte als kleines Mädchen genauso einen Ball!" "Wirklich, das ist aber schön!" Die kleine Blonde strahlt. Die nachdenkliche Frau hat sich aufgerichtet und schaut interessiert in den Raum und der leere Blick ist verschwunden! "Magst du mit mir spielen?" Die Frau lacht und sagt: "Gerne!"

(Gerda Brinkmann 5/2017)

Einen wunderschönen Tag. Eure Gerda

 

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