Trümmerpflanzen... by Greta

Als ich klein war, gab es ein Feuer bei uns im Moor und ein Wohnhaus brannte bis auf die Grundmauern ab. Ich kam oft mit meinem Pferd an diesen Ort und sah nur die schwarzen, verkohlten Steine. Der Anblick machte mir Angst.

 

Später als junge Frau fuhr ich wieder einmal mit dem Auto vorbei und wunderte mich, dass es zwar die Trümmer immer noch gab, sie aber mit Pflanzen überwuchert waren. Sogar Blüten waren zu sehen.

 

Pflanzen aus Trümmern geboren => Trümmerpflanzen!

 

Und so sehe ich es heute;

man kann auf einem Trümmerhaufen stehen oder auch einen Scherbenhaufen hinterlassen, es ist möglich, dass gänzlich Neues daraus entsteht!

 

Es kann zu Zerstörungen im Leben kommen, aber es können neue Möglichkeiten, neue Ansichten, neue Denk- und Verhaltensweisen daraus erwachsen.

 

Trümmerpflanzen - ein Zeichen der Hoffnung!

 

Herzlichst,

Eure Greta

 

( [c] G. Brinkmann 9/17)

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    George (Montag, 18 September 2017 15:14)

    Ja die Natur, die Pflanzenwelt zeigt es uns: neues Leben entsteht aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren.... Wie bei Anatole France, einem Französischen Erzähler und Nobelpreisträger, der von 1844 bis 1924 lebte:
    "Eine Veränderung schmerzt, egal, wie sehr man sie sich ersehnte, denn jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Aber nur, wenn wir unter ein Leben einen Schlußstrich ziehen, können wir ein neues beginnen."

  • #2

    George (Montag, 18 September 2017 15:15)

    "Der Mensch empfindet oft sein Leben
    wie auch sein Fühlen, Denken, Handeln,
    als endlich und von Gott gegeben,
    wie auch die Zeit zum Erdenwandeln.

    Dabei zeigt die Natur uns allen,
    dass nichts beginnt oder gar endet,
    es hat seit je ihr doch gefallen,
    dass alles Dasein sich nur wendet.

    Ein Baum, der noch so groß und alt,
    auch wenn er tausend Jahre lebt,
    er wandelt nur seine Gestalt,
    wenn er sich ins Nirwana hebt.

    Er düngt den Boden irgendwann,
    der neues Leben bringt hervor.
    Es sprießen Blumen, Gras und dann
    wird alles blüh’n wie nie zuvor.

    Der Tod, das Leben sind enorm.
    Auch bei uns Menschen ganz bestimmt
    in jeder neuen Lebensform,
    die die Natur uns gibt und nimmt.

    Wer weiß denn schon, ob Du und ich
    oder der Nachbar neben Dir,
    gelebt als Vogel schon, als Fisch,
    oder als urzeitliches Tier.

    Auch ich war sicher Pflanze schon,,
    war Wasser, Luft in früher Zeit.
    Das Dasein ist der stete Lohn,
    mit der uns die Natur erfreut."

    © Horst Fleitmann, (*1951), Verlagskaufmann und Autor

  • #3

    Greta (Montag, 18 September 2017 16:24)

    Mir hat der Anblick als kleines Mädchen wirklich Angst gemacht; 15 Jahre später war ich bei dem Anblick vom Pflanzenwuchs auf den Trümmern fast erleichtert und habe bei dem neuen Bild Ruhe und fast ein wenig Schönheit empfunden... Die einstige Bedrohung war weg... ;-)

  • #4

    Annie (Dienstag, 19 September 2017 13:42)

    Ich danke Dir für dieses Bild. Es ermutigt mich. Kann ich gerade gut gebrauchen... Schönen Tag, liebe Greta.

  • #5

    Peter (Dienstag, 19 September 2017 13:48)

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du als Kind dieses düstere Bild empfunden hast. Ich habe selbst ähnliches erlebt. Ich habe ein Feuer erlebt und die Trümmer wurden lange nicht beseitigt. Lange hat es mich traurig gemacht. Als endlich im wahrsten Sinne Gras über die Sache wuchs, wurde mir auch leichter und Herz.
    Heute wollte auch ich zum ersten Mal einen Kommentar hinterlassen und mich für die schönen Impulse bedanken.